Wenn der letzte Akkord verhallt

Ein Anruf und die Stimme seiner Lebensgefährtin, Uli sei zusammengebrochen. Plötzlicher Herzstillstand, man versucht ihn zu reanimieren. Zeitgleich, während man zu Hause der alltäglichen Arbeit nachgeht, spielt sich ein Drama ab. Ich stelle mir die schreckliche Szene vor. Dann der zweite Anruf, zwei Stunden später: „Er hat es nicht geschafft.“ Stille – sie schwebt über diesen Moment. So wie ein Musikstück verklingt, wenn es zu Ende gespielt ist. Der letzte Akkord schwebt noch im Raum, die Spannung des Stücks wirkt noch. Der Klang verschwimmt, der Applaus des Publikums setzt ein. Als wollte das Publikum schnell das Erlebnis des Gehörten mit seinem Klatschen und Rufen wegwischen. Dann tauchen sie wieder auf, die Geräusche der Wirklichkeit und mit ihnen kehren die Gedanken zurück. Erinnerungen an vergangene Zeiten, die ich mit Uli geteilt hatte. Er war der erste, der mit mir dieses Gefühl geteilt hat, auf der Bühne zu stehen.

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